Merseburger Orgeltage

Seit über vier Jahrzehnten ziehen die Merseburger Orgeltage alljährlich in der ersten Septemberhälfte Musikliebhaber in den Merseburger Dom mit seiner großen Ladegast-Orgel – einem Instrument von überragender musikgeschichtlicher Bedeutung. So komponierte Franz Liszt seine bedeutendsten Orgelwerke eigens für die Merseburger Domorgel, die seither als die Groß­orgel der Romantik gilt.

1994 übernahm Michael Schönheit, Leipziger Ge­wand­haus­organist und Domorganist zu Merseburg, die künstlerische Leitung des Musikfestes. Längst haben die Merseburger Orgel­tage einen festen Platz im Kulturleben des Musiklandes Sachsen-Anhalt.

International renommierte Organisten, berühmte Orchester und namhafte Solisten und Chöre haben das Orgelfestival weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt gemacht. Unter anderem gastierten hier das Leipziger Gewandhausorchester, die Münchner Bachsolisten, die Prager Sinfoniker, die Regens­burger Domspatzen, der Windsbacher Knabenchor und der Chor des Bayerischen Rundfunks. Rundfunkübertragungen und -mit­schnitte von Konzerten sind alljährlich Zeichen der über­regionalen Bedeutung der Merseburger Orgeltage.