Händel-Haus

Händel-Haus

Das repräsentative Eckhaus „Zum Gelben Hirschen“ in der Nähe der herzoglichen Residenz am Domplatz blickte gewiss schon 1666, als es Händels Vater, der Leibchirurg des in Halle residierenden Administrators des Erzstiftes Magdeburg, Georg Händel, kaufte, auf eine längere Baugeschichte zurück. Der Drang der immer wieder wechselnden Besitzer, dem jeweiligen Zeitgeschmack nachzugeben und den Bau den praktischen Erfordernissen anzupassen, führte mehrfach zu teilweise eingreifenden baulichen Veränderungen.

Im Händel-Haus dem Geburtshaus Georg Friedrich Händels befindet sich seit 1948 ein Museum. Auf 550 Quadratmetern, verteilt auf zwei Etagen, widmet sich die Ausstellung „Händel – der Europäer“ dem Leben und Wirken des berühmten Barockkomponisten. Daneben ist eine Sammlung wertvoller, historischer Musikinstrumente zu sehen.

Marktkirche zu Halle („Unser Lieben Frauen“)

Marktkirche zu Halle

Die dreischiffige Marktkirche entstand seit 1530 in 24-jähriger Bauzeit nach dem Abriss von zwei hier seit dem 12. Jahrhundert stehenden Kirchen. Deren Westturmpaare blieben jedoch erhalten und wurden in den Neubau einbezogen. Zur Innenausstattung der Kirche gehören unter anderem eine Bronzetaufe von 1430, in der auch Georg Friedrich Händel 1685 getauft wurde, und ein spätgotischer Flügelaltar aus der Werkstatt Lukas Cranachs. Außerdem wird in der Marktkirche die berühmte Totenmaske Martin Luthers aufbewahrt. Auf der historischen Reichel-Orgel aus dem Jahr 1664 über dem Altar spielte schon der junge Händel während seines Unterrichts bei Friedrich Wilhelm Zachow.

Dom zu Halle

Dom zu Halle

Das 1271 als Klosterkirche der Dominikaner erbaute turmlose Gotteshaus ist eine der frühesten Hallenkirchen Mitteldeutschlands. Das Gebäude erfuhr ab 1520 einige Veränderungen im Stil der Renaissance, als es Kardinal Albrecht zur Stiftskirche erhob. Nachdem der so genannte „Dom“ im 17. Jahrhundert als Hofkirche genutzt wurde, bekamen die Evangelisch-Reformierten die Kirche 1688 zugewiesen.

Als Konzertstätte während der Händel-Festspiele bietet sich der über 700jährige Dom besonders auch deswegen an, weil der junge Händel hier ein Jahr (1702/03) lang als Organist bei der reformierten Gemeinde angestellt war.

Goethe-Theater Bad Lauchstädt

Durch die Entdeckung einer heilsamen Quelle vor 300 Jahren entwickelte sich der südwestlich von Halle gelegene Ort Lauchstädt im 18. Jahrhundert zu einem Kurbad. Für das amüsierfreudige Publikum entstand hier 1802 ein Theater nach Wünschen und Plänen Johann Wolfgang von Goethes, der zu jener Zeit Oberdirektor der Weimarer Hofschauspielergesellschaft war. An Lauchstädts Blütezeit erinnern bis heute weiterhin die bereits 1775–1787 geschaffenen Kuranlagen mit Bauten wie dem ehemaligen Tanz- und Speisesaal (Kursaal), den hölzernen Kolonnaden, dem Küchengebäude und den Pavillons.

Goethe-Theater Bad Lauchstädt

Franckesche Stiftungen

Franckesche Stiftungen

Seit 1698 ließ der Theologe August Hermann Francke nach und nach ein Gebäudeensemble  errichten, das zunächst nur als ein Waisenhaus gedacht war und schließlich zu einer Schulstadt wurde. Dazu gehört u. a. das größte Fachwerk-Wohnhaus Europas von 1714. Die Franckeschen Stiftungen verstehen sich heute als eine wis­sen­schaftl­iche und kulturelle, pädagogische und soziale Einrichtung, die mit mehreren kulturhistorischen Dauer- und Wechselausstellungen sowie Konzerten und wissenschaftlichen Veranstaltungen im Freylinghausen-Saal zu einem Besuch einladen.