Schlosskirche

Schlosskirche Wittenberg

Die Wittenberger Schlosskirche mit dem markanten Turm, der die Besucher der Stadt schon von der Ferne grüßt, ist den meisten Menschen durch ihre Thesentür und die Gräber von Martin Luther und Philipp Melanchthon bekannt.Sie gilt als Ausgangspunkt der Reformation, nachdem Martin Luther am 31. Oktober 1517 von hier aus seine 95 Disputationsthesen verbreitet hatte. Im Jahr 1996 wurde die Wittenberger Schlosskirche, die eine ähnliche Bekanntheit wie das Brandenburger Tor und der Kölner Dom besitzt, in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.Traditionell finden hier das Eröffnungskonzert des Wittenberger Renaissance Musikfestivalsund weitere Festivalkonzerte statt.

Altes Rathaus

Altes Rathaus Wittenberg

Das repräsentative Rathaus, Hauptgebäude des Marktplatzes, erhielt die typische Gestalt eines Renaissance-Bauwerks erst knapp 40 Jahre nach seiner Erbauung durch die 1573 aufgesetzten Zwerchhäuser. Bis in das 18. Jahrhundert hinein diente das Rathaus auch als Kaufhaus der Tuchmacher, Kürschner und Schuster, war Sitz des Gerichts und wurde als Gefängnis und Marterstätte genutzt. Darüber hinaus war es bis dato auch Sitz der Stadtverwaltung. Vor dem Rathaus befinden sich die Denkmale für Martin Luther und Philipp Melanchthon. Das Lutherdenkmal von 1821 war das erste öffentliche Denkmal für eine bürgerliche Persönlichkeit. Während des WITTENBERGER RENAISSANCE MUSIKFESTIVALS öffnet das Alte Rathaus seine Tore für die Instrumentenausstellung und den historischen Tanzball.

Lutherhaus

Lutherhaus

Das Haus, das ursprünglich als Augustinerkloster gedacht und erbaut wurde, gilt als wichtigste Begegnungsstätte der führenden Köpfe der humanistischen und reformatorischen Bewegung. Martin Luther lebte und arbeitete hier von 1508 bis zum seinem Tod 1546. Seit 1883 beherbergt das Gebäude ein Museum mit der größten Dauerausstellung zur Reformationsgeschichte. Zwei Räume sind heute noch im Originalzustand erhalten und geben Einblick in die sogenannte Lutherstube, wo Luther einst die berühmten Tischgespräche führte und mit seinen Mitarbeitern die Übersetzung des Alten Testaments diskutierte. Weitere wichtige und zentrale Räume des Lutherhauses sind das Refektorium, das auch als Konzertsaal genutzt wird, und der Große Hörsaal.

Cranachhof

Cranachhof in Wittenberg

Der Renaissancehof in der Schlossstraße 1 war Wirkungs- und Lebensstätte von Lukas Cranach dem Älteren. Anfang des 16. Jahrhunderts erwarb Cranach diesen größten Wittenberger Hof, ließ ihn umbauen und erweitern, so dass die Unterbringung einer Werkstatt möglich wurde. Während das Vorderhaus als Wohnhaus genutzt wurde, befanden sich in den Seitenflügeln die Buchdruckerei und die bedeutende Malwerkstatt. Noch heute kann man im Cranachhof die historische Druckerstube besuchen und dabei Einblicke in die alten Techniken des Buchdrucks erhalten. Außerdem laden ein Café und ein Restaurant ein, an diesem einzigartigen Ort zu verweilen und das historische Ambiente zu genießen.2005 wurden die Cranachhöfe zum Baudenkmal von nationaler Bedeutung erklärt.

Katholische Kirche

Katholische Kirche

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts kamen immer mehr Katholiken nach Wittenberg. 1858 erwarben sie das alte Pfarrhaus und ließen die Kirche im neugotischen Stil erbauen. Konsekriert wurde der Bau 1872 von Bischof Konrad Martin. Ein weiterer großer Zustrom von Katholiken in Wittenberg vergrößerte die Kirchgemeinde von 1945 bis 1947 auf knapp 20.000 Gläubige. Heute zählt die katholische Gemeinde Wittenbergs noch etwa 2.000 Mitglieder und gehört zum Bistum Magdeburg. Das Verhältnis der evangelisch und der katholisch Gläubigen der Stadt ist geprägt durch zahlreiche gemeinsame Feiern. So lädt die Katholische Kirche jedes Jahr am Reformationstag zu Konzerten im Rahmen des WITTENBERGER RENAISSANCE MUSIKFESTIVALS ein.